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Mit dem Lohengrin- Stoff beschäftigte sich Richard Wagner schon seit längerem. In Marienbad verfasste er 1845 einen ersten Prosaentwurf zum "Lohengrin". Während seines Graupa-Aufenthaltes 1846 schuf er die Kompositionsskizzen aller drei Akte. Im April 1848 war die Partitur vollendet, kam jedoch in Dresden nicht mehr zur Aufführung. Wegen Beteiligung am Dresdner Maiaufstand 1849 musste Wagner fliehen. Er wurde gar steckbrieflich verfolgt. Die romantische Oper wurde dann am 28. August 1850 im Hoftheater Weimar uraufgeführt, unter der Leitung seines Freundes Franz Liszt. Der Premierenerfolg soll "mittelprächtig" gewesen sein. Das Publikum konnte wohl nicht begreifen, was ihm geschah. Doch Lohengrin wurde sogleich an allen wichtigen deutschen Bühnen gespielt. Erstmals 1859 durfte die Oper am (ersten Semperschen) Hoftheater in Dresden aufgeführt werden. Für dieses Theater hatte Wagner den Lohengrin geschaffen. Der Lohengrin wurde vom legendären Josef Tichatschek gesungen, die Elsa-Partie gab Jenny Bürde-Ney, Dirigent war Karl August Krebs. Etwa 750 Vorstellungen erlebte inzwischen die populärste aller Wagner-Opern in Dresden, die im aktuellen Spielplan in einer Inszenierung von Christine Mielitz (1983) zu sehen ist. www.semperoper.de "Lohengrin" ist in musikgeschichtlicher Hinsicht ein äußerst bedeutendes Werk. Hier schuf Wagner die Form des durchkomponierten Musikdramas. Die Komposition ist nicht in einzelne Nummern aufgeteilt, sondern wird ohne Unterbrechung aktweise durchgespielt. Wagner setzte sich damit von der herkömmlichen Struktur der Nummernoper mit Arien, Rezitativen und Chorpartien ab. Auch wandte Wagner in Lohengrin zum ersten Mal Leitmotive an (z.B. das Grals- und das Frageverbot-Motiv). |