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Jagdschloss mit herrlicher Aussicht
Durch die Zersplitterung in mehrere kleine Ortsteile blieb Graupa über Jahrhunderte hinweg unbedeutend und wurde sowohl weltlich als auch kirchlich vom etwa 8 km entfernten Schönfeld beherrscht. Zentrale Bedeutung hatte das Großgraupaer Rittergut Raupenberg, das seit 1659 im Wesentlichen seinen heutigen Grundriss hat und mit dem Übergang in kurfürstlichen Besitz im Jahre 1755 zum schlichten barocken Jagdschloss für Friedrich August II., den Sohn Augusts des Starken, umgebaut wurde. Jagdrechte besaßen die Wettiner bereits seit 1602.

Das Graupaer Jagdschloss ist eingebettet in eine Naturoase, die aus einem 250-jährigen Landschaftspark (Hainsimsen-Eichen-Buchenwald), einer Festwiese mit einer 400-jährigen Stiel-Eiche, einer dendrologisch vielgestaltigen Parkanlage vom Beginn der 1960er Jahre und einem großen Bach-Renaturierungs-Biotop besteht. Vom Jagdschloss mit dem kleinen Schlossteich hat man eine traumhafte Fernsicht in die Sächsischen Schweiz im Osten, ins Osterzgebirge im Süden, auf Dresdens Vororte und den Borsberg im Westen.

Wie die Jahrhunderte gingen auch wechselnde Eigentümer und Nutzungen durch das kleine Jagdschloss. Zuletzt waren hier die Gemeindeverwaltung und Gemeindebibliothek von Graupa untergebracht. Seit der Eingemeindung Graupas 1999 nach Pirna steht das Gebäude leer. Der Pirnaer Stadtrat griff mutig die Konzeption der Richard-Wagner-Stätten Graupa auf.

Wir Graupaer Bürger sind begeistert von dem Plan zur Erhaltung von Schloss und Park für öffentliche Zwecke. 2007 begannen dann im Innern des Schlosses erste Bauarbeiten mit dem Ziel, irgendwann einmal hier ein modernes Richard-Wagner-Museum einzurichten.
Momentan ist es wohl dem fehlenden Geld geschuldet, dass leider kein Baufortschritt mehr erkennbar ist. Hoffen wir auf Geldgeber und Sponsoren, denen die Erhaltung und Pflege des Erbes Richard Wagners am letzten erhaltenen authentischen Wohnort des Meisters in seiner Heimatregion wichtig ist.