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Richard Wagner
Lohengrinhaus
Richard-Wagner-Museum
Richard-Wagner-Kulturpfad
Jagdschloss
Richard-Wagner-Denkmal
Oper Lohengrin
"Ich laufe, liege im Walde, lese, esse und trinke, und suche das Musikmachen gänzlich zu vergessen", schreibt Richard Wagner kurz nach seiner Ankunft in Graupa im Mai 1846 an den Musikredakteur Karl Gaillard nach Berlin.
Seit reichlich drei Jahren war Wagner am Dresdner Hoftheater, der neuen Semperoper, erfolgreich als Hofkapellmeister tätig. Er hatte sich eine 10-wöchige Auszeit im nahen Dorfe Graupa erbeten, wo er im erneuerten Schäferschen Gut mit seiner Frau Minna nebst Hund Peps logierte. Der 33-jährige Wagner konnte bei seinen Wanderungen durch die idyllische Umgebung Graupas wohl doch nicht "das Musikmachen gänzlich vergessen". Nicht ganz zufällig hatte er den "Lohengrin"- Text im Reisegepäck. Und so entstanden an seinem Schreibtisch in Graupa skizzenhaft die Musik aller drei Akte der Oper "Lohengrin". Der vermutliche Schreibtisch steht heute leider in Bayreuth. Das Schäfersche Gut nennen wir jetzt "Lohengrinhaus". Es ist das älteste Richard-Wagner-Museum der Welt!
Und der Lohengrin-Schwan ist das Wappentier von Graupa. Er schwimmt noch heute auf dem kleinen Schlossteich am Jagdschloss, nur wenige Meter vom Lohengrinhaus entfernt.
Seit 2006 ist das kleine barocke Jagdschloss eine Baustelle. Hier soll bald ein modernes Richard-Wagner-Museum einziehen. Im Lohengrinhaus, dem gerade fertig restaurierten Fachwerkgebäude, werden dann wieder die Wagner-Gedenkräume mit historischer Möblierung zu sehen sein, im ehemaligen Stall werden Sonderausstellungen und Veranstaltungen stattfinden.
Doch zurück zum Schlosspark mit seinem uralten Baumbestand. Auf ca. 650 Meter Wegstrecke informiert der Richard-Wagner-Kulturpfad Graupa mit 17 Tafeln über wichtige Lebensstationen Wagners.
Hier begegnen wir auch der Richard-Wagner-Stele des Bildhauers Prof. Richard Guhr von 1933, der auch den Goldenen Rathausmann in Dresden schuf. Der Kopf der Stele ist ein Abguss des monumentalen Wagner-Denkmals im nahe gelegenen Liebethaler Grund.
In Graupa ist Richard Wagners Dresdner Zeit anschaulich zu erleben. Private und öffentliche Zuwendungen haben dies ermöglicht. Hoffen wir, dass es so bleiben möge und wir weiter die Richard-Wagner-Stätten Graupa erleben können.

Wagner und kein Ende – so scheint es – und bestätigt sich, wenn man beginnt, sich mit der Person und dem Werk von Richard Wagner zu beschäftigen. Musikalische, emotionale und geistige Welten tun sich auf. Je mehr man in sie eindringt, umso mehr vertiefen sie sich - Quellen, Hintergründe, Rezeption, Neuanfänge. Jeder vermag "seine" Welt zu entdecken, mit eigenen Sicht- und Hörweisen.